Unsere Methodik
Prukturiertes Lernen für eine sichere & erfolgreiche Ballonpilotenausbildung
Wir haben unsere Methodik der Ballonfahrerausbildung aus umfangreichen Erfahrungen mit der Segelflugausbildung und den dafür entwickelten Grundlagen abgeleitet. In 25 Jahren haben wir sie optimal für die Ballonfahrerschulung adaptiert und bei der Ausbildung von hunderten von Ballonschülern ständig weiterentwickelt. Dabei orientieren wir uns selbstverständlich an den gesetzlichen und behördlichen Vorgaben. Folgende Prinzipien kennzeichnen unsere Methodik:
Vom Fahren zum Führen des Ballons
Der Ballon ist ein leicht zu bedienendes Gerät. Er lässt sich nur über die Brennerbetätigung in der Höhe steuern. Das ist einfach und schnell erlernbar. Unsere Schüler machen von Anfang an alles selbst und werden vom Lehrer nur über Worte geführt, anfangs mehr und dann immer weniger. Schon nach wenigen Stunden kann der Schüler den Ballon selbständig fahren und leidlich landen. Die Kunst der Ballonführung ist damit aber noch nicht erlernt.
In unterschiedlichen Höhen herrschen verschiedene Windrichtungen und -stärken. Durch Ausnutzung dieser Unterschiede kann der Ballonfahrer den Kurs des Ballons beeinflussen. Der Schüler lernt, das System der Winde zu durchschauen und es zu nutzen. Er bestimmt schließlich in den Grenzen, die die Natur setzt, wohin der Ballon fährt und wo er landet.
Verstehen, warum
Ballonfahren wird nicht gedrillt wie auf dem Exerzierplatz. Die Ausbildung ist in einzelne Übungen gegliedert, die besprochen und erklärt werden. Die Grundlagen dazu werden in der Theorieausbildung gelegt und vor, während und nach der Fahrt durch Erklärung vertieft. Dies gilt besonders für Bedienungsfehler und fahr taktische Fehler des Schülers. Aus Fehlern lernt man.
Sehen lernen
Spaß an der Ausbildung
Wetter sehen und verstehen
Der Ballonfahrer lebt im Wetter. Wie der Segler und der Segelflieger nutzt er das Wetter für seine Zwecke. Unsere Lehrer verstehen sehr viel vom Wetter und öffnen dem Schüler die Augen für vieles, was er immer schon gesehen, aber nie wirklich wahrgenommen, geschweige denn verstanden hat: Wolkenformen, Lichterscheinungen, Windwirkungen am Boden und im Luftmeer, Scherwinde, Inversionen, Gefahren der einsetzenden Thermik. Das alles wird im Theorieunterricht erklärt; verstehen kann man es aber erst durch Beobachtung und eigenes geführtes Erleben im Ballonkorb.
Kritische Situationen meistern
Landen bei höherer Windgeschwindigkeit, Umgang mit früh einsetzender Thermik, Aufschwimmen und Durchsacken an Inversionsschichten, Rotoren und Turbulenz in bergigem Gelände – mit solchen Gefahren werden Ballonfahrer irgendwann einmal konfrontiert. Unsere Schüler sollen so viel wie möglich davon schon in der Ausbildung kennenlernen und nicht erst später, wenn sie mit Gästen unterwegs sind. Soweit das gefahrlos möglich ist, üben wir auch den Ausfall technischer Systeme.
Perfektion
Man kann einen Ballon so landen, dass die Gäste zufrieden sind und vielleicht auch klatschen. Das genügt uns nicht als Ausbildungsziel. Wir wollen, dass unsere Schüler perfekt landen können. Berühren des Bodens mit Sinkrate null, wenn irgend möglich, ist das Ziel. Es genügt uns auch nicht, dass man den Ballon irgendwie in die Höhe oder nach unten fährt. Exakt die vorgegebene Steig- oder Sinkrate einhalten, exakt auf einer vorgegebenen Höhe in Horizontalfahrt übergehen und die Höhe mit minimaler Abweichung halten, exakt an einem vorgegebenen Punkt aufsetzen – das ist die Präzision der Ballonführung, zu der wir unsere Schüler ausbilden.
